Als mein Sohn einen Katheter bekam – die OP

Mann hält Baby auf dem Arm. Als mein Sohn einen Katheter bekam, Kinder mit Hämophilie A, Blogger Anwar

Hey, liebe Community!

Im heutigen Beitrag erzähle ich Euch von der ersten Operation unseres Kindes und den Gesprächen mit den Ärzten.

Das Arztgespräch vor der OP

Nachdem meine Frau und ich uns lange mit den Vor- und Nachteilen der verschiedenen Katheter befasst haben, haben wir uns schließlich für den Broviac-Katheter entschieden. Wir suchten das Gespräch mit den Ärzten und teilten ihnen unsere Entscheidung mit. Die Ärzte sagten uns, dass sie den Katheter, wie fast bei jedem Kind, am Hals oder an der Brust, anbringen wollten. Doch ich hatte Bedenken, da ein kleines Kind nicht wirklich weiß, was es tut, und ständig am Katheter ziehen oder ihn eventuell rausreißen könnte. Deshalb fragte ich die Ärzte, ob es die Möglichkeit gäbe, den Katheter am Rücken anzubringen. So könnte das Kind nicht herankommen und es wäre sicherer. Zum Glück sagten die Ärzte, dass es ginge und dass sie den Katheter auch so anlegen würden. Nachdem wir alles besprochen hatten, erhielten wir schnell einen Operationstermin.

 

Am Tag der Broviac-Katheterimplantation

Der Tag, an dem mein Sohn operiert werden sollte, war gekommen. Eines muss ich sagen: Die Nacht davor konnten wir nicht wirklich schlafen. Auch wenn die Ärzte die Operation schon jahrelang machen, nimmt es einem nicht die Angst. Man stellte sich vorher die Fragen: „Wird alles gut gehen? Wird es danach so, wie es sein soll? Wie verträgt mein Kind die Narkose?“ Das alles ging uns durch den Kopf. Doch zurück zu dem Morgen der Implantation des Broviac Katheter. Für den Kleinen wurde zuerst ein Substitutionsplan erstellt: Wann und auch wie lange er nach der OP Faktor VIII gespritzt bekommen sollte. Danach erhielt mein Sohn ein Beruhigungsmittel und wurde kurze Zeit später zur Operation abgeholt. Meine Frau und ich begleiteten den Kleinen bis zum Operationssaal. Dort hieß es: „Weiter dürfen Sie nicht kommen. Machen Sie sich keine Sorgen. Es wird alles gutgehen und wir rufen Sie an, wenn wir fertig sind.“

Einfach gesagt von der Schwester, aber für mich war es einer der schlimmsten Momente in meinem Leben. Das eigene Kind abzugeben, damit es operiert wird – und man konnte nichts tun außer warten, warten, warten. Nachdem der Kleine im OP verschwunden war, warteten meine Frau und ich vor der Tür. Alle paar Minuten schauten wir auf die Uhr und fragten uns: „Wann sind die fertig?“ Nach einer Stunde bekamen wir den Anruf, dass die Operation vorbei sei und wir zu unserem Kind dürften. Schnell bewegten wir uns dorthin und sahen schließlich den Kleinen, der auf dem Bett schlief. Die Operation war problemlos verlaufen und wir waren megaglücklich, dass alles vorbei war.

Im nächsten Blog-Beitrag werde ich Euch davon erzählen, wie wir den Katheter die ersten Male zum Spritzen benutzten.

Ich hoffe, Euch hat mein Beitrag gefallen, und sage bis zum nächsten Mal.

Euer Anwar


Hast Du Fragen, Anregungen oder Kritik? Dann schreibe uns gerne eine E-Mail über das Kontaktformular. Wir melden uns schnellstmöglich zurück.

Weitere interessante Beiträge

Wie wichtig ist Dir der Austausch mit anderen Menschen, die Hämophilie A haben?
Bitte wählen Sie eine der Antwortmöglichkeiten abstimmen