Abschalten und Entspannen in Zeiten von Corona

Einfach mal die Seele baumeln lassen und etwas abschalten – genau das richtige gegen Alltagsstress und alle Anforderungen, welche an uns alle gerade in dieser besonderen und schwierigen Situation gestellt werden.

Der Alltag eines jeden war auch schon vor Corona von Stresssituationen und Herausforderungen geprägt, doch seit gut einem Jahr hat sich das Leben eben verändert.

Man geht nicht mehr einfach so relaxt durchs Leben und auch die Möglichkeiten, die man damals noch zum Entspannen und Abschalten nutzen konnte, stehen zurzeit nicht zur Verfügung – weil: GESCHLOSSEN!!! Kinos, Wellnessoasen, Restaurants … überall dort ist Entspannung gerade nicht möglich. Und auch für die Kinder, welche noch in einem recht jungen Alter sind, müssen sich Eltern so einiges einfallen lassen, um sie zu beschäftigen. Denn sind die Kinder beschäftigt und entspannt, können wir Erwachsene es auch sein. Aber was macht man in dieser Zeit, um abschalten und die Entspannung in Gang bringen zu können?

Meine Entspannungstipps

Ich habe für mich bisher herausgefunden, dass es manchmal schon die einfachsten Dinge sind. Manchmal sind sie auch mit etwas Arbeit und Aufwand verbunden, aber es lohnt sich alle Male. Da ich, im Gegensatz zu meinem Mann, eher diejenige bin, die „Hummeln“ im Hintern hat und immer irgendwie beschäftigt sein muss und will, finde ich auch immer etwas, was mich beschäftigt, aber auch „runterbringt“.

Manchmal sind es simple Dinge, wie beispielsweise das Bügeln der Wäsche, welches für mich einen kleinen Teil der Entspannung darstellt. Ich habe bisher die Zeit zu Hause während meiner Kurzarbeit recht gut rumbekommen und tatsächlich viel geschafft: das Zimmer meiner Tochter etwas umgestaltet, alte Sachen, die man nicht mehr benötigt, aussortiert und entsorgt sowie einige Umgestaltungen in der Wohnung vorgenommen. Aber all das braucht nun mal etwas Zeit, Kraft und auch Motivation. Und ich bin ganz ehrlich: Ich selbst erledige viele Dinge allein – gerade diejenigen, die mit viel Kraftaufwand und Körpereinsatz verbunden sind.

Beschäftigung hilft mir durch schwierige Zeiten

Aber genau das ist es, was Spaß macht und was einem selbst auch die Motivation und Bestätigung gibt, weiter zu machen. Mein Mann Meikel kann mir leider aufgrund der körperlichen Einschränkungen dabei nicht helfen. Doch ich weiß auch: In einigen kleinen Dingen könnte er mir schon helfen, wenn er es denn selbst wollte. In so manchen Situationen, die man als Frau handwerklich allein erledigt, wäre es schon schön, wenn es der Hämophilie- und körperlich geplagte Partner doch schafft, einem auch mal Unterstützung zu geben. Aber es ist nun mal wie es ist.

Für mich selbst habe ich mir am Anfang des zweiten Lockdowns und dem Beginn meiner Kurzarbeit vorgenommen, meinem Körper eine gewisse körperliche Auszeit zu geben: Ihn runterfahren, aber gleichzeitig trotz allem im „Trott“ zu bleiben. Die Hausarbeit wird recht entspannt und nicht im Hetzen abgearbeitet und meine Familie verwöhne ich, gerade im kulinarischen Bereich, ohne Ende und mehr denn je. Kochen und Backen sind für mich zwei Komponenten im Alltag, die mir immer wieder Spaß machen, aber gleichzeitig auch entspannend wirken und den Alltag ausklingen und vergessen lassen. Vor allem in dieser doch sehr schwierigen Zeit.

Aber genau das sind die kleinen Dinge, welche mir Entspannung verschaffen und bei denen ich einfach mal ich selbst sein kann und in denen das Thema „Hämophilie“ nur eine Nebenrolle spielt.

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