Fitter in die Zukunft mit Intervallfasten

Fitter in die Zukunft mit Intervallfasten

Heute möchte ich Euch darüber berichten, wie ich versuche, etwas fitter zu werden. Ich fahre sehr gerne Fahrrad oder gehe Schwimmen. Doch leider komme ich nicht dazu, beides auch regelmäßig auszuüben. Wenn man zwei kleine Kinder hat, ist die Zeit außerhalb der Arbeit knapp bemessen. Also musste ich mir etwas anderes überlegen, denn ich habe leider einiges an Gewicht zugenommen. Neben den ganzen Problemen, die durch Übergewicht entstehen können – wie zum Beispiel Bluthochdruck, Herzleiden und Diabetes – ist Übergewicht bei Hämophilie A besonders schädlich für die schon belasteten und geschädigten Gelenke.

Meine Diät: Intervallfasten

Keine Zeit für Sport, gepaart mit zu viel Essen – wo kann ich da etwas ändern? Mehr Zeit zu haben war eher schwierig, also entschied ich mich dafür, weniger zu essen. Eine Diät hatte ich früher auch schon mal ausprobiert: Ich aß einfach kleinere Portionen. Dadurch habe ich aber nie wirklich abgenommen. Deswegen wollte ich etwas Neues ausprobieren: das sogenannte Intervallfasten. Dabei darf man acht Stunden am Tag Essen zu sich nehmen und 16 Stunden lang nichts außer Wasser und ungesüßten Tee. Auf diese Weise hat der Körper genug Zeit, an die eigenen Reserven zu gehen. Viele Menschen, die diese Diät machen, essen nur zwischen 10 Uhr morgens und 18 Uhr abends. Das ist eigentlich keine schlechte Idee, da man, wenn man nicht so spät ins Bett geht, einen Großteil der Fastenzeit verschlafen kann.

Abnehmen: hart aber sinnvoll

Da ich es aber oft nicht schaffe, bis 18 Uhr Abendbrot zu essen, habe ich mich für die Zeiteinteilung 12 bis 20 Uhr entschieden. Das heißt allerdings für mich: kein Frühstück mehr. Das war in den ersten zwei Wochen gar nicht einfach, da ich mich öfters etwas unwohl gefühlt habe. Dagegen geholfen hat, dass ich jeden Morgen eine Tasse Tee und ein Glas Wasser getrunken habe. Außerdem ist es wirklich ungewohnt, abends vor dem Fernseher zu sitzen ohne etwas zu knabbern oder ohne eine Cola zu trinken. Nur noch Wasser ist erlaubt.

Nach etwa zwei Monaten habe ich auf diese Weise acht Kilo abgenommen und ich muss sagen, dass es mir wirklich guttut. Ich bin schon deutlich fitter und fühle mich beim Laufen auch viel leichter. Ich denke, dass diese Methode insbesondere für Menschen mit Hämophilie und wenig Zeit eine gute Variante ist. Es gibt natürlich auch andere Diät-Methoden, die man testen kann und die funktionieren. Was ich aber eigentlich mit meinem Beitrag sagen will ist, dass jeder versuchen sollte, von seinem Übergewicht wegzukommen. Fettreduktion und Muskelaufbau durch Sport sind natürlich optimal. Aber wenn es zeitlich mit dem Sport nicht klappt, so hilft auch eine Diät und verringert die Belastung für Eure Gelenke.

Viel Erfolg dabei wünscht Euch

Euer Sven


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