Leben Kaffeetrinker länger?

Leben mit Hämophilie A

Die Frage, ob Kaffeetrinken positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit hat, beschäftigt Forscher schon lange. Studien berichten immer wieder von gesundheitsförderlichen Wirkungen durch Kaffee oder den enthaltenen Inhaltsstoffen. Doch wie viel steckt dahinter? Was kann Kaffee wirklich?

Kann Kaffee Erkrankungen vorbeugen?

Drei große Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen einem niedrigeren Sterberisiko und dem Konsum von bis zu fünf Tassen Kaffee pro Tag. Auch scheinen Kaffeetrinker seltener an einer Zuckerkrankheit (Typ-2-Diabetes), verschiedenen Krebsarten sowie Parkinson zu erkranken. Mit der heißen Tasse Kaffee am Morgen gleichzeitig etwas für die Gesundheit tun – das klingt vielversprechend.

So einfach ist es leider nicht. Unzählige Faktoren beeinflussen den Gesundheitszustand eines Menschen – wie Du durch die Hämophilie A sicher weißt. Daher ist es nicht einfach, unter all den möglichen Einflussfaktoren eine positive Wirkung auf genau eine Substanz zurückzuführen.

Genussmittel sind keine Medizin

In den Studien wurden die Daten von sehr vielen Personen aus mehreren europäischen Ländern ausgewertet. Um herauszufinden, ob Kaffee einen Einfluss auf die Gesundheit hat, haben die Wissenschaftler viele Faktoren bei ihren Rechnungen berücksichtigt. Sie haben zum Beispiel den Einfluss von Rauchen und der Ernährung aus den Daten „herausgerechnet“. Eine Fragestellung, wie die nach der gesundheitsförderlichen Wirkung durch Kaffee, kann durch viele Studien nicht eindeutig beantwortet werden. Die Ergebnisse können in eine bestimmte Richtung weisen, aber keine klaren Aussagen treffen oder gar konkrete Empfehlungen abgeben. Es lässt sich also nicht eindeutig sagen, ob die beobachteten positiven Wirkungen am Kaffeekonsum liegen – oder vielleicht doch andere Gründe haben.

Heiß, lecker und duftend

Auch wenn die Studien keine eindeutigen Nachweise für die gesundheitsförderlichen Wirkungen von Kaffee liefern, können Kaffeeliebhaber weiterhin das anregende Getränk genießen. Die gesundheitsschädigenden Wirkungen, die Kaffee früher nachgesagt wurden, konnten Studien ebenfalls nicht nachweisen. Personen mit Magenproblemen oder Schwangere sollten jedoch vorsichtig sein. Ansonsten gilt: Es spricht nichts dagegen, sich hin und wieder bei einer dampfenden Tasse Kaffee zu entspannen.


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Quellen:

Ärzteblatt. (2015). Kaffeetrinker leben länger. https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/64824/Kaffeetrinker-leben-laenger (25.11.2019)

Ding, M., et al. (2015). Association of Coffee Consumption With Total and Cause-Specific Mortality in 3 Large Prospective Cohorts. Circulation. 132:2305-2315.

Lüdeman, D. (2017). Kaffeetrinker leben länger. Zeit online. https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2017-07/kaffee-gesundheit-studie-medizin-koffein-ernaehrung-wissenschaft (25.11.2019)

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