Positiver Einfluss von Sport auf Hämophilie A Patienten

Ein positiver Einfluss von Sport bei Hämophilie A wurde bereits in zahlreichen Studien bewiesen. Sei motiviert und mache Dich fit!

„Sport ist die beste Medizin“ – daher empfiehlt es sich nach diesem Motto zu leben, auch für Menschen mit Hämophilie A. Dank der aktuellen Behandlungsmöglichkeiten sind die Zeiten, in denen Ärzte Hämophilie A Betroffenen von sportlichen Aktivitäten abgeraten haben, vorbei. Denn regelmäßige Bewegung trägt viel zu unserem körperlichen und seelischen Wohlbefinden bei. Ein positiver Einfluss von Sport bei Hämophilie A wurde bereits in zahlreichen Studien bewiesen.

 

Wie sieht der positive Einfluss von Sport bei Hämophilie A aus?

Eben weil Sport fit hält und den ganzen Körper sowohl körperlich als auch geistig unterstützt, ist es wichtig, sich regelmäßig körperlich zu betätigen. Es müssen nicht drei Läufe pro Woche und zusätzlich ein Besuch im Fitnessstudio sein. Manchmal ist weniger auch mehr und dranbleiben lohnt sich in jedem Fall. Wie der positive Einfluss von Sport bei Hämophilie A aussieht und welche Vorteile ein körperliches Training genau bietet, erfährst Du in den folgenden zehn Fakten.

  1. Starke Muskeln

Starke Muskeln sind das Resultat eines regelmäßigen Trainings. Gerade für Menschen mit Hämophilie A lohnt es sich hier besonders, Disziplin zu zeigen: Wer seine Muskeln beispielsweise durch Krafttraining stärkt, schafft bessere Voraussetzungen für seine Gelenkgesundheit. Denn nur eine ausreichend gekräftigte und gut koordinierte Muskulatur bietet den Gelenken optimalen Schutz.

  1. Bessere Koordination

Bleibe in Bewegung und schule Deine Koordination! Denn nur, wenn Deine Muskeln und Nerven gut zusammenspielen, kannst Du Fehlbewegungen vermeiden. Koordinative Störungen dagegen führen zu falschen Bewegungsabläufen. Dies kann Gelenkblutungen verursachen, was wiederum die hämophile Arthropathie und damit Gelenkzerstörungen fördert. Wenn Du Deine motorischen Fähigkeiten schulst, wirkt sich das auch auf Deine Bewegungen im Alltag positiv aus.

  1. Langer Atem

Eine bessere Kondition und eine höhere Belastungsfähigkeit sind das Resultat von regelmäßigem Ausdauertraining. Egal, ob durch Radfahren, Joggen oder Walken – die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das Deutsche Bundesministerium für Gesundheit empfehlen fünfmal wöchentlich 30 Minuten ein Training bei moderater Intensität oder dreimal 25 Minuten Training bei hoher Intensität. Das Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen lässt sich durch regelmäßige körperliche Aktivität um 20 bis 33 Prozent reduzieren.

  1. Gesundes Körpergewicht

Wer sich mehr als 150 Minuten pro Woche bewegt, kann dadurch sein Gewicht positiv beeinflussen. Ein gesundes Körpergewicht ist gerade für Menschen mit Hämophilie A besonders wichtig: Zum einen wird auf Basis des Gewichts die Medikamentendosis berechnet, zum anderen können zu viele Kilos die Gelenke zusätzlich belasten. Dadurch nimmt auch das Risiko für Gelenkblutungen zu. Deshalb kann eine konstante sportliche Betätigung Dir helfen abzunehmen und ein normales Gewicht zu halten.

  1. Starke Knochen

Wenn Sport ein fester Bestandteil Deines Wochenplans ist, tust Du nicht nur etwas für Deine Muskeln, sondern auch Deine Knochen profitieren davon. Regelmäßige Bewegung und sportliches Training beugen laut WHO Osteoporose vor. Besonders positiv wirkt sich Krafttraining aus, aber auch ein gewichtstragendes Ausdauertraining, das zu hohen Belastungen in den Knochen führt.

  1. Mehr Lebensqualität

Bewegung tut gut und steigert die Lebensqualität in verschiedenen Bereichen. Zum Beispiel verbessert Bewegung das Wohlbefinden und die mentale Gesundheit. Studien zeigen, dass regelmäßiger Sport zu einem besseren Schlaf und mehr Vitalität führen. Dabei scheint ein moderates Training das Wohlbefinden besonders effektiv zu beeinflussen. Ein guter Grund für Dich, aktiv zu werden. Wer gemeinsam mit anderen Sport treibt, profitiert außerdem vom Gemeinschaftsgefühl und man kann sich gegenseitig motivieren.

  1. Geringeres Sturzrisiko

Ein positiver Einfluss von Sport bei Hämophilie A ist auch das reduzierte Sturzrisiko, das mit mehr Bewegung einhergeht. Studien mit älteren Erwachsenen zeigen, dass aktivere Menschen weniger Stürze erleiden als inaktive. So reduzierte sich bei älteren Erwachsenen, die zweimal pro Woche eine Stunde trainierten und anspruchsvolle Gleichgewichtsübungen ausführten, das Sturzrisiko um 42 Prozent. Man nimmt an, dass Sportarten wie Aerobic, Gymnastik, Tennis, Yoga oder Tanzen das Sturzrisiko verringern können, da sie Muskeln und Koordination beanspruchen.

  1. Weniger Stress

Wenn Dich Familie, Beruf und andere Herausforderungen des Alltags stressen, solltest Du Dich in Bewegung setzen. Denn Sport hilft Dir, das Stresshormon Cortisol abzubauen. Es lohnt sich also nach der Arbeit, Uni oder Schule noch eine Runde mit dem Rad zu drehen oder Gewichte zu stemmen, um danach entspannt Feierabend zu machen.

  1. Bewegliche Gelenke

Unbewegliche Muskeln führen zu unbeweglichen Gelenken. Für die Gesundheit Deiner Gelenke kannst Du mit gezielter Bewegung viel bewirken. Vor allem gelenkschonendes Training wie zum Beispiel mit einem Slingtrainer hilft, die Muskulatur rund um die Gelenke zu stärken. Um Muskelspannungen zu lösen, solltest Du unbedingt Dehn- und Entspannungsübungen in Dein Sportprogramm integrieren.

  1. Körpergefühl

Wer regelmäßig aktiv ist, verbessert auch sein Körpergefühl. Wenn Du weißt, was Dein Körper leisten kann und wo Deine Grenzen sind, stärkt das Dein Selbstvertrauen. Außerdem kannst Du Deine Fähigkeiten besser einschätzen und Risiken vermeiden.


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