Bestandteile des Blutes bei Hämophilie A

 

Fällt jedoch einer der Faktoren aus, funktioniert die Aktivierung des nächsten nicht. Damit endet die Gerinnungskaskade an diesem Punkt und die Wunde wird nicht fest verschlossen. Genauso verhält es sich bei Menschen mit Hämophilie A: Entweder fehlt ihnen der sogenannte Faktor VIII (Faktor 8), oder sie haben zu wenig davon. Aus diesem Grund dauern Blutungen bei Hämophilie A Patienten länger an.

 

Herausforderung Gelenkblutungen

Die größte Herausforderung bei Hämophilie A ist jedoch nicht, dass Blutungen bei Verletzungen länger andauern, sondern dass es zu Muskel- und Gelenkblutungen kommt, die auch spontan auftreten können. Am häufigsten treten spontane Blutungen in Sprung-, Knie- und Ellenbogengelenken auf. Oft wird bei einer Gelenkblutung auch eine Schwellung beobachtet, da der Raum im Gelenkspalt begrenzt ist. Beim Abbau des Blutes kommt es zu Entzündungsprozessen an der Gelenkinnenhaut. Wenn die Entzündungen über eine längere Zeit bestehen bleiben, kann es zu Strukturveränderungen an der Gelenkinnenhaut und am Knorpel kommen (hämophile Arthropathie). Um schmerzhafte Folgeschäden zu vermeiden, sollten Gelenkblutungen behandelt oder bestenfalls mit Hilfe einer prophylaktischen (vorbeugenden) Behandlung schon vorher verhindert werden.

Wenn Du Fragen zu Deiner Prophylaxe-Behandlung hast, frag Deinen Arzt. Gegebenenfalls kann er Dir eine Alternative aufzeigen. Denn inzwischen gibt es Medikamente, die Blutungen noch effektiver verhindern, um Folgeschäden zu vermeiden.

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