Digital Health – Wie sicher sind meine Daten?

Digitalisierung im Gesundheitssektor: Active A

Digital Health bezeichnet die zunehmende Digitalisierung des Gesundheitssystems. Unter dem Begriff e-health (electronic health) versteht man den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien in der Gesundheitsversorgung. m-health bezeichnet den Einsatz von mobilen Kommunikationsgeräten wie Handys und Tablets. Diese Technologien sollen die Versorgungsqualität der Patienten verbessern und für finanzielle Einsparungen sorgen. Aber passen Digitalisierung und Datensicherheit zusammen? Und wie verhält es sich beim Thema „elektronische Patientenakte und Datensicherheit“, wenn im Januar 2019 tatsächlich die elektronische Patientenakte eingeführt wird?

Denkbare Vorteile von Digitalisierung und Datensicherheit

Aktuellen Schätzungen zufolge lassen sich durch e-Health-Lösungen bis zu 39 Milliarden Euro pro Jahr, das sind 12,2 Prozent der Krankheitskosten, einsparen. Außerdem könnten die gewonnenen Daten zur Prävention eingesetzt werden. Voraussetzung dafür ist die elektronische Patientenakte: Hier sollen die erhobenen Gesundheitsdaten zusammengeführt und gespeichert werden. Diese könnte durch die einfache Bereitstellung von Untersuchungsergebnissen Mehrfachuntersuchungen vorbeugen. Auch die Wissenschaft könnte durch eine Digitalisierung profitieren. Wissenschaftler könnten die durch Gesundheitsapps und elektronische Patientenakte erhobenen Daten anonymisiert sammeln und auswerten. Durch die Auswertung der Daten erhofft man sich einerseits neue Erkenntnisse über seltene Erkrankungen zu erlangen. Andererseits versucht man dadurch Wege zu finden, wie sich Erkrankungen besser vorbeugen lassen.

Zukunftsziel: Elektronische Patientenakte und Datensicherheit im Einklang

Die Nutzung der elektronischen Form der Patientenakte bleibt freiwillig. Willigt der Patient ein, kann er selbst bestimmen, welche Daten in der Akte gespeichert werden. Er entscheidet auch, wie und ob seine Daten zu wissenschaftlichen Zwecken genutzt werden. Außer dem Patienten oder seinem gesetzlichen Vertreter ist es nur medizinischem Personal gestattet auf Daten in der Akte zuzugreifen oder neue zu ergänzen. Alle auf der Akte gespeicherten Daten müssen streng verschlüsselt werden. Diese persönlichen Daten dürfen nur durch den Patienten, beziehungsweise mit seinem Einverständnis, entschlüsselbar sein. So sehen zumindest die geforderten Sicherheitsbedingungen aus. Probleme verursachen bislang auch noch das sichere Einspeisen von Daten aus Gesundheitsapps und die sichere Erhebung von anonymisierten Daten für Forschungszwecke. Bislang bereiten Digitalisierung und Datensicherheit den Verantwortlichen also noch Kopfzerbrechen.


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Quelle:

L. Eckstein, Elektronische Patientenakte - Datensicherheit; Bundesministerium für Gesundheit

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