Bewegung bei Hämophilie – Fluch und Segen zugleich

Hallo Ihr Lieben, heute melde ich mich mit einem Thema, was teilweise sehr belastend für mich als Bluter ist – nämlich die Bewegung.

Ja, ich weiß, Bewegung ist wichtig und es gibt auch nicht umsonst das alte Sprichwort: „Wer rastet, der rostet!“. Und da ist auch was dran, das ist mir auch schon klar. Aber ich tu mich, und da bin ich ganz ehrlich, sehr schwer damit, was die Bewegungsmodalitäten betrifft.

Schmerzende Gelenke in der kalten Jahreszeit

Ich merke, dass meine Gelenke und Knochen einfach komplett hinüber sind und durch die Hämophilie starken Schaden genommen haben. Gerade in den Herbst- und Wintermonaten merke ich das extrem. Da macht sich tatsächlich eine umfangreiche Wetterfühligkeit breit.

Gerade in der jetzigen Situation mit Corona, wo ich tatsächlich auch auf Rat meiner Frau möglichst zu Hause bleibe, um mir nicht doch irgendwo und irgendwie eine Infektion zu holen, habe ich natürlich noch weniger Bewegung als ohnehin schon.

Viel Zeit zu Hause heißt weniger Bewegung

Derzeit heißt es für mich, dass ich nur noch absolut notwendige Wege wie Termine bei Fachärzten in Kauf nehme. Alles andere an notwendigen Dingen macht meine Frau – und das ist auch so abgesprochen.

Tja, und somit verbringe ich tatsächlich die meiste Zeit zu Hause, meistens natürlich im Sitzen.

Und klar ist auch: Je länger man sitzt und sich nicht bewegt und dann auch noch mit kaputten Knochen, desto schwerer ist es, sich aufzuraffen und zu bewegen. Man macht eben nur das Nötigste.

Ja klar, das ist ein Fehler und eigentlich müsste ich genau das Gegenteil machen. Aber wenn Schmerzen in den Knochen und Gelenken so prägend und präsent sind, dann gehe ICH eher in die Schutzhaltung, die für mich heißt: nicht mehr als nötig bewegen. Und vielleicht bin ich auch manchmal zu faul und irgendwie zu wehleidig … auch das gebe ich zu.

Mir fehlt das Sportstudio

Ich merke allerdings auch, dass mir der Sport fehlt, den ich bis zum Beginn von Corona im Sportstudio gemacht habe. Gut getan hat er alle Male, das muss ich zugeben. Es ist nun aber so, wie es ist. Jedoch haben wir uns zu Hause auch schon überlegt, wie man mich wieder „in die Gänge“ bringen kann. Hämophilie hin oder her, Bewegung muss sein.

Ein Vierbeiner zum Spazierengehen

Schon seit Längerem schwebt bei uns der Gedanke, dass wir wieder einen Vierbeiner im Haus haben möchten. Auch unter dem Aspekt, dass der Hund ja Gassi gehen muss und Bewegung braucht. Wir sind mit unseren Kindern zu dem Ergebnis gekommen, dass nach 6 Jahren das „hundelose“ Leben zu Ende sein soll. Somit werden wir demnächst wieder Hundebesitzer sein. Ich habe dann wieder eine Aufgabe, mit der ich auch das Thema Bewegung optimal verbinden kann, werde und muss.

Denn vor etwa 6 Jahren sind leider unsere beiden Rottweiler-Hündinnen Agra und  Aika in den Hundehimmel geschwebt. Mit den beiden „Mädels“, wie ich immer so schön zu ihnen gesagt habe, hatte ich eine wundervolle Zeit, vor allem hat mich unsere gemeinsame letzte Reise mit dem Auto nach Spanien (und auch zurück) beeindruckt.

Welche Hunderasse es werden wird, das werden wir als Familie noch genauestens beraten und bis dahin werde ich versuchen, schon mal Eigeninitiative walten zu lassen und von selbst mal den ein oder anderen Walk zu unternehmen … versprochen!

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