Corona und gemütliche Feiern – ja oder nein?

Ich bin Kerstin und blogge hier über das Leben mit Hämophilie A. Zum Bloggen bin ich über meinen Mann gekommen, der Hämophilie A hat. Heute geht es um Feiern während Corona.

Der Kindergeburtstag oder ein anderes Ereignis nahen und man ist voller Enthusiasmus und Motivation, wie man genau DIESEN Tag richtig toll „rocken“ möchte. Diese Situation kennt jeder von uns, bis COVID-19 meinte, es solle nicht mehr sein. Zumindest vorübergehend nicht. Aber vorübergehend ist ja eine ziemlich große Zeitspanne, wie wir alle bis jetzt erfahren haben.

Gerne hätten wir in der vergangenen Zeit den ein oder anderen Geburtstag bzw. Weihnachten mit der Familie gefeiert. Aber noch immer fegt ja das Damoklesschwert namens „Corona“ über die Welt und verhindert das. Und natürlich würden wir auch gern in Zukunft die eine oder andere Feierlichkeit mit Familie und Freunden zusammen verbringen. Doch so, wie es aussieht, wird das wohl erstmal nichts.

Geburtstag unserer Kinder – ohne einer Feier

Es steht der 14. Geburtstag unserer Zwillinge Anfang März bevor, welchen beide natürlich gern mit Freunden feiern würden … eben wie so coole Teens das heutzutage machen. Mit irgendeinem Event, was die Teenies sich so wünschen, dann abends mit leckeren selbstgemachten, gegrillten Burgern oder anderen Köstlichkeiten. Dazu vielleicht noch eine Übernachtung von Kumpels und Mädels inklusive Filmeabend mit Popcorn, Chips und so weiter. Nein … all das wird wohl nicht sein unter den Bedingungen, wie sie derzeit herrschen. Mit all den Einschränkungen, die enorm wichtig sind, um die Infektionszahlen zu minimieren.

Und da gehen mein Mann Meikel und ich auch kein Risiko ein. Sprich: Es gibt auch keine heimliche Party oder sonst etwas, auch wenn es der 14. Geburtstag unserer Zwillinge ist. Zum einen im Hinblick auf die gesundheitlichen Konsequenzen und vor allem dem Schutz aller, zum andern im Hinblick auf die Strafe, welch folgen könnte – würde man „erwischt“ werden.

Wir achten auf die Hygieneregeln und Beschränkungen

Letztes Jahr hatten beide Glück und konnten ihren Geburtstag mit Freunden so richtig feiern, knapp 10 Tage später kam der Lockdown. Und ab da war nun mal alles vorbei. Den ersten Geburtstag während Corona, den von meinem Mann Meikel, haben wir danach Anfang Oktober letzten Jahres „gefeiert“, mit einer recht überschaubaren Runde an Freunden und Familie. Und natürlich haben wir auch da auf hygienische Aspekte geachtet, genauso wie auf Abstand und eben auf die Personenanzahl.

Genauso würde ich das auch im Hinblick auf die nächsten Feierlichkeiten oder Zusammentreffen weiterhin beachten, und sei es nur, dass das Desinfektionsmittel, wie jetzt auch, griffbereit überall steht.

Persönliche Kontakte fehlen uns

Weihnachten und Silvester haben wir hingegen ohne Familie gefeiert, da wir für ALLE das Risiko so gering wie möglich halten wollten. Es sind ja nicht nur Geburtstage und Weihnachten, wo man normalerweise gemütlich zusammen sitzt, sondern auch die Treffen mit Freunden, Kumpels oder Teamkollegen, welche ja nun auch schon seit geraumer Zeit nicht stattfinden können und fehlen. Es fehlt ja nicht nur das Dasein von Freunden und Kumpels, sondern auch das gemütliche Essen und Trinken und die sozialen Kontakte, die so in persönlicher Form nicht gegeben ist.

Flexibel sein und spontan planen ist unser Motto

So schnell wird man auch nicht wieder „in großer Runde“ feiern können, aber die Zeit wird und muss Veränderungen bringen. Und wir sind uns sicher, dass der 14. Geburtstag unserer Zwillinge in Form einer coolen Feier leider ausfallen muss. Es ist bisher auch nichts geplant, doch sollte eine Feier etc. möglich sein, werden wir das spontan organisieren. So muss es eben heute gehen. Planung bringt in dieser schwierigen Situation gar nichts unserer Meinung nach.

Und wieder sieht man, dass auch solche für uns „normalen“ Dinge keine Selbstverständlichkeit darstellen. In unserer Gesellschaft sollte man mehr Dankbarkeit und Wertschätzung für das zeigen, was man besitzt – die Familie und vor allem Gesundheit. Denn diese Dinge kann man sich nicht kaufen.

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