Die Hilfsmittel-Beantragung Schritt für Schritt erklärt

Die Hilfsmittel-Beantragung Schritt für Schritt erklärt

Du hast gemeinsam mit Deinem Hämophilie-Behandlungsteam festgestellt, dass Du ein spezielles Hilfsmittel brauchst? Dann lies weiter und erfahre hier, wie die Beantragung funktioniert.

Das Sanitätshaus: ein wichtiger Partner

Dank innovativer Therapien spielen Hilfsmittel für Hämophile eine immer geringere Rolle. Falls Du aber doch ein Hilfsmittel wie einen Helm oder einen Rollator benötigst, solltest Du in jedem Fall einen Beratungstermin mit einem Sanitätshaus vereinbaren. Dort kennen sie Deine Bedürfnisse sehr gut und können Dich gezielt über eine Vielzahl an Möglichkeiten beraten. Alternativ bietet sich manchmal der direkte Kontakt mit dem Hilfsmittelanbieter an.

Den Test des Hilfsmittels filmen

Hast Du das gewünschte Hilfsmittel gefunden? Oder weitere Möglichkeiten entdeckt? Die nächsten Schritte hängen stark von dem gewünschten Hilfsmittel und der individuellen Situation ab: Nicht alle Hilfsmittel werden gefördert. Andere, wie Therapieräder, erfordern eine Eigenbeteiligung.

Falls Du das Hilfsmittel testen kannst, solltest Du unbedingt davon Gebrauch machen. Das hilft Dir, selbst zu entscheiden, wie passend und nützlich es ist. Außerdem bietet es Dir die Möglichkeit, Videos von den Tests zu machen. Diese können der Krankenkasse als Beweis für die Nützlichkeit des Hilfsmittels vorgelegt werden.

Ist Deine Wahl auf ein Hilfsmittel gefallen, muss Dein:e Hämophilie-Behandler:in Dir dafür ein Rezept ausstellen. Dafür braucht er:sie exakte Information darüber, was in dem Rezept stehen muss. Diese erfährst Du ebenfalls im Sanitätshaus. In manchen Fällen ist hier, nach erstelltem Rezept, ein weiterer Termin nötig, um eine individuelle Konfiguration des Hilfsmittels vorzunehmen.

Die Wartezeit kann ein bis zwei Monate betragen

Im nächsten Schritt werden diese Informationen zusammen mit dem Rezept bei der Krankenkasse eingereicht. Übernimmt sie die Kosten, erhalten sowohl Du als auch das Sanitätshaus einen Bescheid und das entsprechende Hilfsmittel kann bestellt werden. Rechne hierfür mit mindestens ein bis zwei Monaten Wartezeit.

Manchmal prüft die Krankenkasse auch ihre eigenen Bestände und bietet Dir ein Leihgerät an. Falls Du mit einem solchen Angebot nicht zufrieden bist, hast Du die Möglichkeit zu widersprechen.

Und auch für den Fall, dass die Krankenkasse den Antrag ablehnt, kannst Du Dir gemeinsam mit dem Sanitätshaus Argumente für den Widerspruch überlegen. Hier lohnt es sich gegebenenfalls, die Videobeweise nochmal ins Spiel zu bringen.

Info

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