Der Kampf gegen die Pfunde mit Hämophilie A … let’s go!

Im Oktober 2019 habe ich mit meiner Frau beschlossen, dass ich gesundheitlich und auch körperlich unbedingt etwas machen muss, um all die überschüssigen Pfunde loszuwerden, welche nach der beschriebenen Hepatitis-C-Therapie geblieben sind. Also habe ich mir selbst Gedanken gemacht und bin dazu gekommen, in ein Fitnessstudio zu gehen, um wieder „fit“ zu werden.

Der passende Sport für mich

Da ich nicht der Typ bin, der einfach rausgeht zum Joggen, Laufen oder Walken (dafür fehlt mir generell die Eigenmotivation), war für mich ein Fitnessstudio eine optimale Lösung. Nach einigen intensiven Recherchen habe ich in unserer Nähe ein Studio gefunden, welches mich ansprach und so nahm ich die Sache in Angriff und vereinbarte einen Probetermin. Dieser dauerte zwei Stunden und danach war ich sowas von begeistert, weil ich genau spürte: Hier werde ich mich wohlfühlen und hier wird mir genau das geboten, was ich brauche.

Trainieren mit einem Experten

Vor Ort konnte ich mit einem Coach sprechen und habe ihm auch meine Symptome geschildert. Sofort googelte dieser auch mein Krankheitsbild und hat sich davon ein Bild gemacht. Somit wusste er schon einmal im Groben, welche Geräte genutzt werden können und dürfen und dass definitiv gelenkschonend trainiert werden muss. Nach zwei Stunden Training war ich körperlich komplett „erledigt“ – ganz klar, denn ich hatte die letzten fünf Jahre keinerlei Sport oder sonstige körperliche Betätigung gemacht, die Sport nahe kommt. Ich hatte keine Kondition, keine Kraft in den Armen und musste mir selbst jede Menge Mut und Motivation zureden. Aber dennoch wusste ich für mich selbst, dass es SO nicht weitergehen konnte und entschied mich nach diesen 2 Stunden intensiven, bissigen Trainings für einen Eintritt ins „sporttreibende Leben“. Also schloss ich einen Vertrag ab und der Kampf gegen die Pfunde begann!

Bessere Kondition, mehr Kraft

Die ersten Trainingseinheiten waren für mich teilweise eine absolute Qual, aber mit jedem Mal wurde es sichtlich besser. Es stand für mich erstmal viel Kardiotraining an, dann Training für die Beine und den Oberkörper wie Arme und Schultern – und das immer unter guter Beobachtung eines Trainers. Ich selbst hielt meinen Fokus immer auf meinen Gelenken und meinen Muskeln und wie es mir nach meinen Trainingseinheiten ging. Bedingt durch meine gute Prophylaxe-Therapie funktionierte das Training bis kurz vor der Corona-Krise recht gut. Ich hatte keine Blutungen oder Schmerzen, was schon mal richtig positiv war. Generell würde ich jedem Sportneuling empfehlen, sich vor Trainingsbeginn bei seinem Hämophilie-Behandler zu erkundigen, ob sich in Sachen innovative Therapien etwas getan hat: Eventuell ist ein Wechsel sinnvoll, wenn man vorhat regelmäßig Sport zu treiben.

Nach etwa sechs Wochen merkte ich auch so langsam, dass mir einige Dinge leichter fielen und meine Gelenke etwas beweglicher wurden, gerade meine Ellenbogen. Mittlerweile kann ich auch mal wieder einen Sechserträger Wasser oder eine Tasche voll mit Einkäufen tragen, was tatsächlich bis dato nicht möglich war.

Inzwischen habe ich im Fitnessstudio auch mehrere andere Geräte in mein Sportprogramm aufgenommen und mein Pensum deutlich gesteigert. Heute weiß ich, dass ich für mich und mein Wohlbefinden den Sport dringend brauche.

Alternativen müssen her

Leider hatte durch die Corona-Pandemie mein Fitnessstudio geschlossen, jedoch habe ich Alternativen entwickelt, um den Sport weiterzuführen – und zwar zu Hause. Darüber werde ich auch noch berichten. Aber: Nicht nur durch den Sport kann ich abnehmen und fitter werden, sondern auch die Ernährung spielt dabei eine wichtige Rolle. Und dazu schreibe ich in meinem nächsten Beitrag.

Euer Meikel

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